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Historisch

Die archäologischen Funde aus der Gegend Trestenburg, die von historischen Aussagen bestätigt werden, beweisen das Alter und die Kontinuität des menschlichen Lebens im gegenwärtigen Raum der Stadt sogar seit Neolithikum und bis heute. Durch die Erforschung der Vergangenheit, der Existenz in der Zeit und der Stadtentwicklung erfahren wir, dass die erste dokumentarische Bestätigung über Trestenburg von 1021 stammt, als ein lokaler Parochus (Nicolaus meşter Tasnadi plebanus) sich im Manuskript „Descriptica Fondationis Episcopus et Capitali Varadiensis" „vicarus generalis Tasnadi" nannte. Die in dieser kurzen Erwähnung enthaltenen Information ist sehr suggestiv: einerseits wiederspiegelt sie die Existenz einer zahlreichen menschlichen Gemeinschaft, die sozial gut gebildet ist, und andererseits das Vorhandensein einer bereits allgemein anerkannten Topik, Trestenburg.

Nach zwei Jahrhunderten zwischen den Jahren 1240-1246 gibt die Kanzlei des ungarischen Königs Bela IV. eine Reihe von Dokumenten aus, wo die Siedlung Einrichtungen für den Empfang innerhalb der lokalen Gemeinschaft von so vielen Familien wie möglich erhielt, weil es Arbeitskräftebedarf für den bischöflichen Landbesitz („possessio Tasnad") bestand. Die Erwähnung aus dem Dokument vom 6. Mai 1240, aufgrund dessen „Trestenburg eine feindliche Verfolgung durch die Tatare erlebt hat und eine Siedlung mit großem Mangel an Einwohnern wurde, so dass es gar keine oder ganz wenige Einwohner mehr gaben" erklärt vollständig sowohl die Privilegien, die der Stadt vom König Ladislau 1282 erteilt wurden, als auch die Handlung aus dem gleichen Jahr des Bischofs Petru von Siebenbürgen, der vom Landbesitz des Grafes Stefan aus dem Dorf Gyord 30 Familien von Fronbauern nimmt und am betroffenen Ort ansiedelt.

Die Erwähnungen vermehren sich danach, die Steuerurkunden und administrativen Urkunden bestätigen die Existenz einer Getreidemühle in der Stadt im Jahre 1368, die Verleihung des Titels „oppidum” im Jahre 1456 durch Matthias Korvinus oder den Antrag des Bischofs von Siebenbürgen an dem gleichen großen König von Ungarn, von rumänischer Herkunft, eine Holz- oder Steinburg in Trestenburg zu bauen. Wir können also die Wichtigkeit der Ortserweiterung, die wirtschaftliche, soziale und strategische Rolle des Ortes in der Gegend leicht nachvollziehen.

Bezüglich der Topik Trestenburg versucht der Historiker Petri Mor, Sohn der Stadt, in seinem monumentalen Werk „Szilagy Varmegye monographiaja", veröffentlicht in Budapest in vier Bänden zwischen den Jahren 1901-1904, diese zu erklären und zu begründen; in einer ersten Variante geht er von den geographischen Gegebenheiten des Ortes aus, bzw. von den feuchten Gebieten aus der Cehalului Uferwiese, wo das Schilfrohr (nád, im Ungarischen) in den Talmulden, die mit Wasser während der regnerischen Zeiten bedeckt sind und echte Seen bilden (tó, in der gleichen Sprache), ungezwungen wächst. Es entsteht somit ein zusammengesetztes Wort, Tó-s-nád, das den See mit Schilfrohr bedeutet; diese Topik wurde von den Einwohnern dem südlichen-östlichen Teil des Ortes zugeschrieben, wo eine solche hydrographische und biogeographische Bildung in der Vergangenheit existiert hätte. Und durch Extrapolation wurde diese Topik auch der Siedlung, die auf den Ufern dieses Ortes errichtet wurde, zugeschrieben.

Eine andere Meinung des gleichen Autors weist auf eine Anmerkung des Notars Anonimus des Königs Bela III. hin, die in Gesta Hungarorum erwähnt, dass der König Arpad eine Truppe von Reitern, die von Tas (Thosu) geführt wurde und den Lager neben einem See mit Schilfrohr eingerichtet hat, in die Gegend geschickt hat. So ist die Bezeichnung Tasnadja entstanden, die Bezeichnung der Pflanze wird diesmal mit dem Namen des Heeresführers verbunden und bedeutet das Schilfrohr von Tas.

Demzufolge hat die Topik Trestenburg, sehr wahrscheinlich von ungarischer Herkunft (mit direkter Hinweisung auf einen „sumpfigen Ort”), mehrere semantische Anpassungen im Laufe der Zeit erlitten; diese wurden von der teilweise unterschiedlichen Form in der rumänischen und deutschen Sprache, Formen, die in der beigefügten Tabelle zu finden sind, in Verbindung mit den Bezeichnungen der anderen Siedlungen, die heute der administrativen Einheit (Blaja, Cig, Raţiu, Morii Tal, Sărăuad) gehören, verursacht (Suciu, C. 1967-1968).

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Die historischen feindseligen Ereignisse haben auch diesen Ort betroffen; eines der am meisten vernichtenden Ereignisse war die Invasion der Tataren im Jahre 1566, als ein großer Teil des Ortes geplündert und zerstört wurde und die Bevölkerung geschlachtet oder in Knechtschaft genommen wurde, als sie zu Zufluchtsorten flüchtete. Das Wiederentstehen erfolgte aber sehr schnell, nach nur vier Jahren im Jahre 1570 bestätigte das zwischen dem König Maximilian und dem Fürst von Siebenbürgen, Johann Sigismund, in Speyer abgeschlossene Abkommen nominell die Existenz der Steinburg mit unmittelbarer strategischer Rolle, Schutzrolle des Zivilortes.

Der Status des Trestenburg-Einwohners während der feudalen Zeit scheint nicht einer der attraktivsten zu sein, denn wie könnten wir andernfalls den Inhalt des Dokuments von Sigismund Bathory aus dem Jahr 1589 über die Privilegien derjenigen, die sich hier ansiedeln (Steuerbefreiung für eine Zeit von vier Jahren, wenn sie ein leeres Haus besetzen, bzw. für eine Zeit von sieben Jahren, wenn sie die Wohnung selbst bauen) interpretieren. Die Erleichterungen sind aber auch von Beschränkungen (ein anderer Hinweis für das oben Genannte) über Versetzung zu anderen Orten gefolgt.
Die türkische Besetzung aus der zweiten Hälfte des XVII. Jahrhunderts hat auch tiefe Spuren im Ortsgedächtnis hinterlassen – die Bevölkerung wurde während der militärischen Interventionen und Konflikte häufig geschlachtet.

Andere besonderen Schicksalsschläge, die Trestenburg erlitten hat, finden am Ende des XVII. Jharhunderts. (1678) und am Anfang des nächsten Jahrhunderts (1709-1710, 1739-1742) statt, als die Bevölkerung aus der Gegend von Cholera- oder Pestepidemien betroffen wurde. Alle diese Unglücksereignisse haben die analysierte Siedlung tief betroffen, ein bedeutender Teil der Bevölkerung dieser Siedlung hat diesen Epidemien, die zu der Zeit verheerend waren, den letzten Tribut gezahlt. Die demographische Folge dieser tragischen Ereignisse war die Kolonisierung in der Gegend zwischen den Jahren 1754 – 1760 von massiven Schwabengruppen, die aus der Region Schwarzwald, die im Süd-Westen von heutigem Deutschland liegt, stammten. Das Ziel dieser Bevölkerungsverschiebung war sowohl der Arbeitskräftebedarf für eine Wirtschaft in Entwicklung als auch der Ausgleich, durch den Katholizismus, der für den Schwaben spezifisch ist, der Verbreitung von protestantischen Kulten, vor allem unter der lokalen Bevölkerung. Auf diese Weise diversifiziert sich das ethnische Mosaik; zusammen mit Rumänen und Ungaren lebt weiterhin diese fleißige und disziplinierte Bevölkerung, die einen wesentlichen Beitrag zur Kultur des Ortes haben wird.

Ein unterschiedliches Unglück, das über den Ort nach kurzen Zeitabständen in den Jahren 1829 und 1834 kam, betrifft die Erdbeben. Obwohl die Region nicht von einer erhöhten Seismizität geprägt ist – ein aktiver Herd von solchen tellurischen Bewegungen wird weit nach Süden in Banat lokalisiert - beweisen die Schäden an der Stadtinfrastruktur, die durch den Einsturz vieler Häuser zugefügt wurden, eine relativ hohe Intensität dieser Erdbeben von mindestens 5 Grad auf Richter-Skala.

Der Lauf der Geschichte dokumentiert zur Großen Nationalversammlung aus Alba Iulia vom 1. Dezember 1918 die Einführung der rumänischen Verwaltung in Trestenburg, die mit einer einzigen Unterbrechung (die Folgen des Wiener Diktats vom September 1940, als Crişana, geographische - historische Provinz, der Trestenburg gehört, aber auch der Norden und das Zentrum von Siebenbürgen dem ungarischen Staat bis im Oktober 1944 wieder eingegliedert wurden) bis heute fortgesetzt wurde.

Ein anderer interessanter Aspekt betrifft die politischen administrativen Entitäten, zu denen der Ort gehörte. Es gaben sehr viele Änderungen in diesem Bereich; die territorialen Netze sowie ihre Bezeichnungen änderten sich von einer Epoche auf die andere, von einem politischen Regime auf das andere. Trestenburg war somit nur in den letzten achten Jahrzenten Teil des Kreises Sălaj, (bis 1948), viel nach Westen erweitert, des Bezirks Carei (zwischen 1952-1960), Einheit der Maramureş Region, seit 1968 des Kreises Satu Mare.

Darüber hinaus, muss die Änderung im Jahre 1875 des Stadtstatus von Trestenburg auf Gemeindestatus (zur Vermeidung der hohen Gebühren, die die Stadteinwohner zu zahlen hatten), was erst nach einem Jahrhundert, im Jahre 1968, wieder geändert wird, als der Ort den Stadtstatus wiedererlangte, auch als Sonderbarkeit erwähnt werden.